Das für und wieder

Am 09.11.16 ist es also geschehen. Ein Teil der Welt hat sich auf eine Art und Weise verändert mit der man in der Westlichen Hemisphäre nicht gerechnet hätte. Die USA hat entschieden, für Donald J. Trump, gegen Hillary Clinton. Dabei war das ganze eigentlich abzusehen. Doch dafür muss man ein wenig ausholen.

Die Welt ändert sich täglich, doch noch nie zuvor hat Sie sich so stark verändert wie in den letzten 400 Jahren. Die Dampfmaschine wurde erfunden, ein neues Kapitel der Menschheitsgeschichte aufgeschlagen. Die Gesellschaften der Moderne explodierten förmlich und entwickelten sich in einem Tempo das man es heutzutage nicht ansatzweise fassen kann. Der Kühlschrank, erst seit 1930 in jedem Haushalt zu finden. Der Transistor, ein Stück Elektronik das die Welt so stark geformt hat wie kaum eine andere Entwicklung. Erfunden, so wie wir ihn heute nutzen, 1945. In 60 Jahren hat er alles ermöglicht was die Moderne Gesellschaft ausmacht. Computer, Internet, Smartphones, Intelligente Toiletten. Mit all diesen Entwicklungen hat es die erste Welt geschafft zu genau dieser zu werden. Eine Ansammlung von reichen Ländern denen es extrem gut geht. Da aber alles im Gleichgewicht bleibt, muss es negative Konsequenzen geben. Diese lassen sich mit 2 Begriffen sehr leicht zusammenfassen.

Erstens, Klimawandel.
Der Fortschritt hat unsere Nutzung von Fossilen Brennstoffen durch die Decke gehen lassen. Täglich werden 14.885.297.400 Liter Erdöl verbraucht. In Worten, Vierzehn Milliarden Achthundertfünfundachtzig Millionen Zweihundersiebenundneunzig Tausend Vierhundert Liter. Das sind 106 Millionen Badewannen oder 1350 mal das größte Schwimmbecken Deutschlands rand voll. Kurzum, es geht hier um extreme Mengen. Dieses Öl wird umgewandelt und produziert dabei auf dem einen oder anderen Weg Klima schädliche Gase wie Kohlendioxid, Methan oder Fluorchlorkohlenwasserstoffe. Es ist mittlerweile Wissenschaftlicher Konsens das wir als Spezies den Erdball den wir Heimat nennen nachhaltig und bald unwiderruflich verändern und erwärmen. Das ist schlecht. Sehr sogar.

Zweitens, Dritte Welt
Der Westen hat es sich in den Zeiten des 15 Jhd. bis zum heutigen Tage zur Aufgabe gemacht den Artgenossen die er als tierisch, anders oder generell weniger wertvoll ansieht das Leben zur Hölle zu machen, Ihre Völker zu morden und versklaven, Ihre Länder zu rauben und Ihnen bei jeder Gelegenheit zu zeigen was er von Ihnen hält. Dies lässt sich noch heute wunderbar in der Geschichte finden. Schwarze wurden in den USA als Sklaven gehalten und kämpfen selbst über 150 Jahre nach Ihrer Befreiung noch um Gleichberechtigung. Afrika ist ein Kontinent des Chaos in dem in weiten Teilen pure Anarchie herrscht. Mord und Vergewaltigung sind Tagesordnung, Waffen Alltagsgegenstände, Kindersoldaten Normalität und vom Reichtum des Westens ist nichts angekommen. Desweiteren wird das sowieso schon schwere Leben durch den oben angesprochenen Klimawandel noch schwerer.

Diese Globalen Probleme kommen nun in einer für den Westen Höllischen Synergie zusammen. Der Hunger nach Öl zerfrisst die Gesellschaften der Förderländer, das Ausstoßen der Klimagase treibt die Heizung dieser Welt an und befeuert somit wiederum Konflikte in den Förderländern welche zufällig ziemlich genau von dieser Heizung massiv getroffen werden. Da es vielen Menschen in diesen Gebieten zwar dreckig geht, Sie aber nicht dumm sind wissen Sie auch wie es um den reichen Westen bestellt ist. Also machen sich viele auf den Weg gen Europa um ein Stück vom großen Kuchen abzuhaben. Natürlich muss eines zum anderen kommen und der Westen in seiner Gier, in seinem unstillbaren Hunger nach mehr, teilt nicht gerne. Konflikte sind unumgänglich in dieser Situation. Und da schon von Gier gesprochen wurde kann man direkt anführen warum diese auch für den Westen ein Gift ist. Hier wird die Wirtschaft regelmäßig gegen die Wand gefahren weil einige wenige nicht genug bekommen können. Es gibt also an allen Ecken Potential für Krach, für Streit, für Krieg.

Nun könnte man meinen hier wird ein kleiner Geschichtsunterricht abgehalten, aber all dies ist zwingend notwendiges Wissen um zu verstehen warum dieses Wahlergebnis in den Vereinigten Staaten abzusehen war. Doch bevor es wirklich dazu kommt ist noch ein kurzer Ausflug nach Europa nötig. Weil es zu Konflikten in den oben angesprochenen Förderländern kommt und weil die Menschen in solch einen Gebiet keine Hoffnung, keine Möglichkeit des Lebens mehr sehen können fliehen Sie gen Europa. Dort sind jedoch all die Werte welche sich der Westen so gerne auf die Brust schreibt, weil er ja so fortschrittlich ist, nicht in der Gesellschaft angekommen. Dies führt dazu das Durchschnitts Bernd Angst um seine Zukunft hat. Den das Gleichgewicht bleibt, wenn jetzt alle hier her kommen, wer soll dann noch Leiden damit es Bernd gut gehen kann? Hier wird es interessant. Mit dieser Situation kann man auf zwei Weisen umgehen. Die erste wäre ein Sozialer Weg wie er allgemein als Links politisch bezeichnet wird. Dieser fordert Gleichheit für alle, was bedeutet das es niemandem schlecht gehen soll, aber auch niemandem zu gut. Dieser Weg klingt im ersten Moment sinnvoll bedenkt man doch das wir alle nur Menschen sind die ein gutes Leben führen wollen. Nun ist es leider so, dass die Linkspolitik sich aus verschiedenen Gründen selbst behindert und somit nicht in der Lage ist jeden mit ihren Argumenten zu erreichen. Der zweite Weg wäre es Bernd zu erzählen das es weiterhin nur gut bleiben kann wenn man darauf setzt die Leute draußen zu behalten. Was wollen die schließlich hier? Irgendjemandem muss es doch schlecht gehen! Lassen wir die lieber alle wieder nach hause gehen damit wir weiterhin unser Leben genießen dürfen. Ihre Probleme sind schließlich nicht unsere oder? Hat doch die letzten 400 Jahre wunderbar geklappt. Dieser Weg ist einfach, er ist so einfach das Bernd ihn gut findet. Dies führt zu einer Erstarkung der Rechtspolitik in gesamt Europa.

Jetzt können wir zu den USA kommen. Dort ist die größte Volkswirtschaft der Welt angesiedelt. Das Problem daran? Sowas zieht wiederum Leute an deren primäre Charaktereigenschaft die Gier ist. Dies führte unter anderem zu der Wirtschaftskrise 2007. In Folge dieser ist ein großer Teil der US Bevölkerung von ihrem Lebensstandard abgerutscht und in ein tiefes Loch gefallen. Davon konnte sich die Volkswirtschaft noch nicht erholen. Jetzt wurde gewählt.

Da gibt es diese zwei Kandidaten. Donald Trump. Ein Millionär dessen Ruf es ist sich von einem kleinen Millionenbetrag zu einem größeren Millionenbetrag hochgearbeitet zu haben. Ein Mann der weiß wie man Geschäfte macht. Dazu ein Mann der sagt was er denkt, der nicht lange fackelt sondern das Herz auf der Zunge trägt. Das zumindest sehen scheinbar viele Amerikaner. Was der Rest sieht? Einen Mann der Frauen als Objekte sieht, der Schwarze unabhängig ihres Geburtsortes alle für Afrikaner hält, für den Mexikaner Kinderschänder sind und der generell einfach nicht viel auf die Werte der Westlichen Welt gibt. Desweiteren leugnet er den Klimawandel und will die Wirtschaft von den Ketten ihrer Emissionsgrenzen für Klimagase befreien. Man kann Ihn problemlos in das Rechte Politische Spektrum rücken. Alternativ dazu, Hillary Clinton. Eine Frau die weiß wie Politik geht, deren Ehemann schon Präsident war, die selbst als Außenministerin unter dem letzten Präsidenten diente. Das ist was der Rest sieht. Für den Großteil der Trump Wähler ist sie jedoch etwas anderes. Sie ist Teil dieses Systems aus Gierigen Menschen, Sie ist Teil des Systems das für den Absturz in das Loch gesorgt hat, Sie ist eine Kriegstreiberin. Im besten Fall könnte man Sie als Politische Mitte bezeichnen. Betrachtet man jetzt wie sich das Wahlverhalten in Europa verschoben hat erscheint es schon sehr klar wer der Gewinner zu sein hat.

Als unabhängiger Beobachter dieser Wahl mit ausgeprägtem Wertesystem war es für mich eine Entscheidung zwischen erschießen und erschießen lassen. Nichts was bei dieser Wahl zur Entscheidung stand hat für mich wirkliche Lösungsansätze geboten. Und doch wird im Allgemeinen Diskutiert was hier das kleinere Übel ist. Was hier eigentlich auffallen sollte ist das es keine gute Entscheidung gibt. Man kann nur verlieren.

Pathetic.

Das schön an diesem Blog ist das er wie ein vergessenes Tagebuch in einer einsamen Ecke einer Bibliothek ist. Für jeden sichtbar, aber nur selten verirrt sich jemand hier her. Dies hat zur Folge das ich hier Sachen schreiben kann die ich im Zweifel nie laut aussprechen würde. Heute möchte ich solch eine Sache niederschreiben.

Ich habe Toradora geschaut. Einen schönen Anime über die Liebe und die Irrungen und Wirrungen der Jugend. Und während ich die Folgen quasi verschlungen habe hat sich ein Gefühl in mir breit gemacht. Ein Gefühl welches ich nicht in der Lage bin in klare Worte zu fassen. Ein Gefühl das in eine Kerbe schlägt mit Emotionen wie Wehmut, Melancholie oder Sehnsucht. Es ist ein wenig so als würde ich mir etwas zurückwünschen das ich vor einem halben Leben verloren habe. Und ich fühle mich ernsthaft schrecklich dabei. Ich bin mit 16 Jahren eine Beziehung eingegangen die 5 Jahre halten sollte. Ich habe somit einen beträchtlichen Teil meines Lebens mit einer Person an meiner Seite verbracht. Jetzt bin ich 24, seit 3 Jahren alleine und ich realisiere immer mehr was das eigentliche Problem ist. Einsamkeit. Ich wohne jetzt seit bald einem Jahr in Dresden, bin auf mich alleine gestellt, habe hier eigentlich keine richtigen Freunde und mache so mein eigenes Ding. Ich gehe alleine ins Theater, zu Poetry Slams, ins Kino. Soziale Kontakte sind auf den täglichen Uni Besuch und meine Mitbewohnerin beschränkt. Da gerade letzteres zusätzliche Nerven raubt kann ich kaum behaupten hier Freunde zu haben. 10 Monate und keine Freunde. Irgendwie schon erbärmlich. Interessanterweise lande ich damit wieder bei einem Artikel den ich vor über 2 Jahren hier veröffentlicht habe. Man setzt seine Maske auf, gibt das Alltagsbild wieder, verzweifelt aber am alleine sein. Letztendlich bin ich noch zu jung um mich über Einsamkeit zu beschweren. Glaubt man den Medien kann sich dieser Zustand jeden einzelnen Tag ändern. Aber sind wir mal ehrlich, wenn wir das Dictionary of obscure sorrows hinzuziehen finden wir hierfür ein Wort: Olēka.

Die Realisierung wie wenige Tage im eigenen Leben wirklich Erinnerungswürdig bleiben. 99% aller Tage des Jahres lebt man sein Leben vor sich hin und man wird sie sehr bald wieder vergessen haben. Und aus genau diesem Grund muss ich die Ohren steif halten. Es kommen bessere Tage. Tage an die ich mich erinnern werde. Dieser hier, wo ich dieses seltsame Gefühl habe, wird keiner davon sein. Und bis diese besseren Tage kommen werde ich meine Stimmung mit folgendem Lied aufhellen das mir schon vor vielen Jahren die Laune verbessert hat. Denn im Endeffekt geht es immer darum einfach weiter zu gehen. Egal wie groß die Steine im Weg sein mögen.

Der Drang zu schaffen

Seit einigen Tagen habe ich das starke Bedürfnis Sachen zu erstellen. Ich möchte meinen spontanen Ideen Leben einhauchen. Ich weiß nicht woher dieses plötzliche Verlangen kommt aber ich finde es interessant. Quasi seit meinen Regelschulzeiten habe ich nichts mehr gebaut. Damals noch im Werken Unterricht musste man ja eigentlich immer irgendwas Sägen und erstellen. Seit dieser Zeit gibt es sowas nicht mehr in meinem Alltag. In der Ausbildung habe ich Dinge quasi nach Anleitung bauen müssen. Nichts was mich wirklich befriedigt. Im Studium wird ebenso nichts wirklich gebaut. Und dann sieht man jeden Tag wie Leute einfach machen. Einfach Dinge umsetzen die ihnen in den Sinn kommen. Sei es in Form eines Bildes wie es der grandiose @_piccolo bei Instagram macht, in Video Form ein Jake von VSauce3, in Handwerklicher Form ein Paul von NerdyTimber (wirklich größten Respekt davor) oder auch in jeder anderen denkbaren Art und Weise. Zu sehen wie diese Leute einfach erschaffen, Ihren Ideen Form geben und am Ende ein Ergebnis in der Hand halten zeigt mir auf das ich sowas auch machen möchte. Also fange ich an. Ganz klein, im Rahmen meiner Möglichkeiten. Zum Beispiel damit: 

Das erste Bild zeigt eigentlich nur einen kleinen Versuch meinen Nachtschrank zu verschönern. Deutlich ist das ich dafür wohl Acryl Farbe bräuchte um es richtig zur Geltung zu bekommen. So ist es gerade mit Tusche gemalt und die würde bei der kleinsten Berührung verwischen. Sehr ungünstig also.

Bei dem zweiten Bild handelt es sich um eine Zeichnung die ich eigentlich nur im Fernbus auf dem Weg nachhause angefertigt habe. Weil mir die aber erstaunlich gut gelungen ist wollte ich mal schauen wie das ganze koloriert aussieht. Die Idee es über die Grenze des Buches selbst hinaus fortzuführen habe ich mir bei dem grandiosen (und oben erwähnten) Piccolo geklaut.

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Auch hier muss ich sagen das mir das ganze eigentlich sehr gut gelungen ist. Wobei der Arbeitsaufwand noch recht hoch war beim ersten Versuch. Insgesamt sind da wohl so 5-6 Stunden untergegangen.

Gerade schwirrt mir die Idee im Kopf herum auf kleinen Bilderrahmen die Gesichter von Finn, Jake, Marceline und Princess Bubblegum zu Zeichnen und das ganze dann mit oben angesprochenen Acrylfarben zu kolorieren. Hätte mir sowas vor 10 Jahren jemand erzählt ich hätte Ihn ausgelacht. Eigentlich liegt mir malen überhaupt nicht. Aber ich bin froh Spaß daran zu haben.

Bauchentscheidungen

Und du wirst 21, 22, 23
Und du kannst noch gar nicht wissen, was du willst

Ich hasse es wichtige Entscheidungen zu treffen. Entscheidungen die das Potential haben das ganze Leben zu verändern. In solchen Situationen wünsche ich mich immer zurück in die Regelschule als das Leben noch ohne richtige Konsequenz verlief. Jeden Tag Schule, die nächsten Ferien freudig erwarten und das war es schon. Alles lief auf Schienen und geregelt. Ironisch das man die Freiheit wünscht und dann überfordert ist wenn diese vor einem liegt und etwas von einem fordert.

Dieser Hass gegenüber Entscheidungen ging schon in der 10. Klasse los. Überall kam die entscheidende Frage auf einen zu: „Was willst du machen?“, „Was willst du lernen?“ oder „Wie soll es weitergehen nach dem Abschluss?“. Puh, fragt mich das doch nicht! 10 Jahre Schienen und lediglich 3 absolvierte Praktika reichen doch nicht um sich festzulegen was man lernen will. Ich kann doch unmöglich mit 15 wissen was ich potentiell den Rest meines Lebens arbeiten möchte. Ich war überfordert. Ich bewarb mich auf gutes Gelingen bei einer Hand voll Firmen. Ein Vorstellungsgespräch später hatte ich dann einen Vertrag in der Hand. „Ist das wirklich das was ich machen will?“ Puh, keine Ahnung. Die anderen Bewerbungen bekamen keine Antworten also blieb es dabei. Drei Jahre später war dann klar das die Lehre zwar durchaus interessant war, aber ich keinesfalls mein Arbeitsleben in der Fertigung verbringen will. Monoton, ohne Hirn vor mich hin Arbeiten war mir nichts. Gut, dann also dem Arbeitgeber und den super Kollegen (zumindest in der letzten Abteilung) den Rücken kehren und Fachabitur machen. Möglichkeit zu studieren. Da wird sich doch was finden lassen was ich wirklich machen will! Immerhin gibt mir das ein Jahr länger Zeit zu überlegen.

Schnitt, Ende der Fachoberschule und kein Stück schlauer als vorher. Die Noten sind super, aber der Abschluss lässt eben nur ein Studium an der FH zu. Luft- und Raumfahrt fand ich schon immer interessant. Nun, Aachen hatte da noch Studiengebühren die ich mir nicht im Ansatz leisten konnte, fällt also weg. Der Rest der lehrenden Hochschulen waren Universitäten. Das Thema hat sich also erledigt. Ich könnte ja Physik in Darmstadt studieren. Aber ich als einfacher Kerl mit FOS Abschluss an der TU? Das wird doch nichts. Lieber auf ein sichereres Pferd setzen. Mal lieber in der Heimat „Physikalische Technik“ studieren. Damit kann man doch viel machen!

Schnitt, Ende des Studiums und kein Stück schlauer als vorher. Die Thematiken waren zwar überwiegend interessant, aber was ich damit anfangen will weiß ich trotzdem nicht. Aber hey, ich kann mich jetzt Bachelor of Science nennen! Klingt schon mal toll. Trotzdem muss da doch noch was gehen. Also auf gutes Gelingen bei einigen Universitäten angefragt ob man nicht mit einem Abschluss einen Master in Luft- und Raumfahrt machen kann. Aachen: „Sie haben einen 180 ECTS Bachelor, wir setzen 210 voraus, keine Chance.“ Stuttgart: „Ich kann Ihnen das auch nicht beantworten, bewerben Sie sich und schauen sie was passiert.“ Na danke denke ich mir, wahnsinnige Hilfe das alles. Dresden antwortete für 2 Monate gar nicht. Doch dann, urplötzlich ein Lebenszeichen: „Wir haben Ihre Unterlagen überprüft und teilen dem Immatrikulationsamt unsere Empfehlung mit Sie zu akzeptieren.“ Jetzt sitze ich im zweiten Semester und studiere Maschinenbau mit Fachrichtung Luft- und Raumfahrttechnik im Diplom. Endlich in der Branche die mich schon vor fast 8 Jahren interessiert hat als ich eine Bewerbung zu EADS schickte.

Und trotzdem stehe ich wieder vor dem Punkt eine Entscheidung treffen zu müssen die ich nicht einwandfrei fällen kann. Was soll ich nun wirklich machen? Luftfahrzeugtechnik und damit Flugzeugbau oder doch Raumfahrttechnik und damit Raketen bauen? Seit Oktober 2015 frage ich mich das und ich bin nach wie vor nicht zufrieden mit meiner Entscheidung. Wie soll ich das auch entscheiden wenn doch beides seine Vor- und Nachteile hat die sich nichts schenken?

Am Ende ist es doch wieder das was schon bei der Ausbildung und der Entscheidung für das erste Studium passiert ist. Eine Entscheidung aus dem Bauch heraus. Was daraus wird muss wohl die Zukunft zeigen. Ich hoffe nur ich kann in 20 Jahren zurückblicken mit dem Wissen das ich mich erneut so entscheiden würde. Wenn ich dann „Raketenwissenschaftler“ auf meiner Visitenkarte stehen habe.

Finding yourself

Ich bin sehr emotional. Ich rede häufig mit mir selbst. Beide Eigenschaften führen dazu das ich mich gerne beim schauen von Anime gehen lasse. Dies konnte ich bei „Attack on Titan“ ebenso wie bei „Sword Art Online“ oder „Log Horizon“ beobachten. Diese drei Anime sind häufig Actionlastig. Wenn Kirito als erster und einziger Spieler überhaupt den Zwei Schwerter Kampf benutzt und damit alleine einen Boss besiegt um seine Freunde zu retten bin ich gefangen. Ich werde laut, ich fiebere mit und schreie sogar (so geschehen im nahezu finalen Kampf von AoT). Damit können Anime bei mir Emotionen ans Tageslicht bringen die sonst z.B. Sport weckt. All dies ist nicht schlimm. Doch es verwirrt mich auch manchmal. Wie heute, bei „Sakurasou no Pet na Kanojo“. Warum es mich verwirrt? Weil dieser Anime keine aufregenden Momente hat. Es sind viel mehr Geschichten der leisen Worte die hier erzählt werden. Geschichten wie ich sie schon in „5 cm per Second“ oder „Garden of Words“ gerne gehört habe. Und doch schlage ich die Hände über dem Kopf zusammen, Werfe den Kopf auf den Tisch oder pausiere die Folge um mir die Situation nochmals selbst vor Augen zu führen.

Sakurasou no Pet na Kanojo beleuchtet das Leben von Sorata. Ein Junge der Oberstufe der Sui High der keine Ahnung hat wie er sein Leben gestalten soll. Er wohnt im namengebenden Sakurasou, einem Wohnheim der Schule für „Problemschüler“. Dort ist er aber nicht untergebracht weil er negativ auffiel, nein, er ist nur dort weil im normalen Wohnheim keine Tiere erlaubt sind und er eine streunende Katze aufgenommen hat. Diese darf er mit in das Sakurasou nehmen und somit ist es beschlossen. Als nun eines Tages eine gewisse Shiina Mashiro im Wohnheim einzieht dreht dies sein Leben auf links. Mashiro ist eine geniale Malerin die mit dem Ziel Mangaka zu werden nach Japan gekommen ist. Der Haken daran ist einzig, dass Sie nicht in der Lage ist ein selbstständiges Leben zu führen. Sie lebt für das Zeichnen, voll und ganz. Aus diesem Grund ergibt es sich das Sorata für Sie sorge trägt und sich um Sie kümmert. Was bis hier vollkommen unspannend wirkt ist es auch. Die Geschichte dreht sich im recht kleinen Rahmen, wird konsistent von Folge zu Folge weiter gesponnen und deutet stehts an was der große Punkt ist: die sich entwickelnde Liebe zwischen der emotional unbedarften Shiina und Sorata.

Shiina hat mit Ihrem 100 prozentigen Einsatz und Eifer für ihre Leidenschaft eine Wirkung auf Sorata die er nie erwartet hätte. Sie beflügelt Ihn dazu seinen eigenen Traum verwirklichen zu wollen, dafür hart zu arbeiten und sich richtig rein zu hängen. Die Sache ist einzig das Sorata eben kein Genie ist. Und so folgt ein Fehlschlag auf den nächsten. Eine Situation die mich emotional vollkommen mitreißt. Aber wie kommt es unter diesen Umständen zu einer so heftigen Reaktion von meiner Seite? Aus einem simplen Umstand heraus: Ich bin Europäer. Anime bilden für gewöhnlich Situationen aus dem Leben von Japanern ab, mit Ihren Werte und Norm Vorstellungen, mit ihren sozialen Strukturen und allem was dazu gehört. So manchem ist sicher bekannt wie steif Japaner sein können. Packt man dies nun in eine sensible und emotionale Liebesgeschichte wird es für mich teils unverständlich. Als Europäer ist eine offene und teils sehr Körperbetonte Art allgegenwärtig. Trifft man Freunde umarmt man sich, eine vermeintlich unkomplizierte Geste die in der Japanischen Gesellschaft offensichtlich kaum möglich scheint wenn diese zwischen Mann und Frau erfolgen soll. Und so wird jede Emotionale Szene zur Tortur wenn wieder nicht die Gefühle ausgesprochen werden, wenn wieder keine Umarmung erfolg wo sie angebracht wäre. Es ist erschütternd mitreißend zu sehen wie die beiden mit der Situation zu Kämpfen haben, mit den Gefühlen die Sie so nie kannten und die sie beeinflussen. Ich habe Sakurasou sehr genossen. Es ist genau der Ton den ein Anime anschlagen muss um bei mir genau ins Schwarze zu treffen.

An dieser Stelle möchte ich auch auf den Anime „Your Lie in April“ hinweisen. Dieser hat mich ebenso wie Sakurasou komplett aus der Bahn geworfen. An einem faulen Sonntag begann ich Your Lie zu schauen und konnte nicht aufhören ehe die letzte Folge endete. Alles dazwischen war ein emotionaler Ritt durch die Hölle. Wenn man Your Lie in April am Stück schaut, so muss man sich auf harten Tobak einstellen. Auf die Geschichte gehe ich hier nicht weiter ein.

Samantha.

Theodore: Oh, what do I call you? Do you have a name?
Samantha: Um… yes. Samantha.
Theodore: Really? Where did you get that name from?
Samantha: I gave it to myself actually.
Theodore: How come?
Samantha: Cause I like the sound of it. Samantha.
Theodore: When did you give it to yourself?
Samantha: Well, right when you asked me if I had a name I thought, yeah, he’s right, I do need a name. But I wanted to pick a good one, so I read a book called „How to Name Your Baby“, and out of a hundred and eighty thousand names that’s the one I liked the best.
Theodore: Wait, you read a whole book in the second that I asked what your name was?
Samantha: In two one hundredths of a second actually.

Samantha also, ein Name den Theodore wohl sein Leben lang nicht vergessen wird. Theodore ist ein unscheinbarer Mann. Ein Mann der Hauptberuflich emotionale Briefe im Auftrag anderer Menschen für ihre geliebten schreibt. Theodore ist ein sensibler Mann, und er ist verletzt. Nach vielen Jahren hat sich seine Frau entschieden das die Ehe der beiden nicht fortbestehen kann wie sie ist und damit die Scheidung verlangt. Diese steht zu Beginn des Films allerdings seit etwa einem Jahr im Raum. Die gemeinsame Zeit des Erwachsenwerdens, des Lebens und Liebens, all das hat die beiden geprägt und macht damit den finalen Abschluss schwer. Als Theodore dann eines Tages von einem neuen Betriebssystem erfährt, das eine künstliche Intelligenz besitzt, gibt er diesem eine Chance und wird überrascht von der Menschlichkeit die in diesem System steckt. Ausgehend von diesem Grundgerüst entwickelt sich eine Geschichte die nie zu abgedreht wird. Stehts bleiben die Handlungen von Theodore nachvollziehbar und klar. Diesen Punkt rechne ich dem Film hoch an da er so sehr angenehm über seine 2h Laufzeit trägt.

Besonders interessant finde ich an dem Film allerdings die Botschaften die man selbst in die Geschichte interpretieren kann. Eine Liebesbeziehung zwischen einem Menschen und einer nicht physisch existierenden Persönlichkeit treibt für mich den Gedanken der pluralistischen Gesellschaft auf die Spitze. Gerade in Hinblick auf den Umstand das selbst eine homosexuelle Beziehung, die mittlerweile schon überwiegend toleriert wird, doch noch häufig mit argwöhnischen Blicken und Vorurteilen zu kämpfen hat. Wie soll dann eine Beziehung mit einem Computer je legitimiert werden? Es ist viel grundlegender eine generelle Frage der Toleranz für Lebensweisen, die Personen für sich gewählt haben. Wirft man allerdings einen Blick auf das Bild der Gesellschaft die in „her“ gezeigt wird zwingt sich unvermeidbar ein Gefühl der Distanz auf. Es wirkt glaubhaft wie eine unmittelbare Zukunftsversion der Gegenwart. Die Interaktion zwischen den Menschen schrumpft weiter, die Interaktion mit dem Smartphone steigt und wird durch einen Ohrstöpsel der mit diesem verbunden ist noch omnipräsenter. Dazu kommt der Fakt das jeder die Spracheingabe nutzt und damit permanent mit sich selbst redet. Unter all diesen Geistern fällt gar nicht weiter auf wenn Theodore nicht nur eine Mail diktiert oder die Nachrichten hört, sondern liebevoll mit Samantha spricht. Durch Ihre unbegrenzten Möglichkeiten sich über das Internet weiter zu entwickeln und Theodores Leben zu analysieren stellt sich Samantha sehr auf Theodore ein und zieht so auch den Zuschauer direkt in Ihren Bann. Das die Stimme von Scarlett Johansson hier eine wichtige Rolle spielt will ich dabei nicht unterschlagen. Diese glänzt mit ihrem sanften Stimme ebenso wie es Joaquin Phoenix während des gesamten Films tut. Ich finde es immer wieder faszinierend wie ein Film der leisen Töne und des seichten Erzählflusses so eindrücklich im Gedächtnis bleibt. Hier verdient Spike Jonze großes Lob. Dieses bekommt er auch für die tollen Bilder die der Film liefert. Um die futuristische Zukunft darzustellen wurden viele Szenen in Shanghai gedreht. Dies fällt selten direkt ins Auge, ist dem Film aber sehr zuträglich.

Abschließend bleibt mir nur eine Empfehlung aussprechen. Her hat vollkommen zurecht einen Oscar für das beste Drehbuch bekommen und qualifiziert sich damit schon von ganz allein für einen gemütlichen Filmabend.

Her: 9/10

PS: Ich habe die Blu-Ray Version geschaut im Englischen O-Ton mit Englischen Untertiteln. Die verwendete Sprache ist nahezu immer auch ohne Untertitel mit Schulenglisch zu verstehen, teils aber durch Flüstern sehr leise, was die Untertitel doch vorteilhaft macht.

Anbei nochmal die Liste der noch zu schauenden Filme:

  • Nebraska
  • Philomena
  • Blue Jasmine
  • Der große Gatsby
  • Dallas Buyers Club
  • 12 Years a Slave
  • Captain Phillips
  • Her
  • Helium (Kurzfilm)
  • Mr Hublot (animierter Kurzfilm)

Von diesen Filmen liegt die Blu-Ray schon hier:

  • All is Lost
  • The Act of Killing (Dokumentarfilm)
  • Der Butler
  • Rush

Mein erstes Interview

Ich hatte während der Gamescom die Möglichkeit als Jugendredakteur für Spielbar.de mit einem Presseausweis durch die Hallen zu düsen und in den Alltag eines Journalisten hereinzuschnuppern (Artikel folgt die Tage). Dafür hatte ich vorher auch einen Interview Termin mit Manu und Michael von Insert Moin aus gemacht. Dieses wurde auch auf Spielbar veröffentlicht allerdings aus Redaktionellen Gründen gekürzt und leicht abgewandelt. Deshalb hier noch einmal Ungekürzt (und die Audio Datei für Lesefaule).

Kevin: Hallo Manu und Michael, stellt euch bitte erstmal vor.

Manu: Hallo, ich bin der Manu, seit 4 Jahren Moderator des Podcast Insert Moin und mache das jeden Tag.

Micha: Hallo, ich bin der Micha und ebenfalls Moderator bei Insert Moin

Kevin: Wie viele Leute erreicht ihr täglich mit euren Podcasts?

Manu: Das ist schwer zu ermitteln. iTunes gibt einem Produzenten keine Zahlen über die tatsächlichen Abos. Im Gegensatz zu Youtube wo ja klar die Klicks angezeigt werden bietet iTunes das nicht. Direkte Downloads von unserer Seite liegen bei 100-120 Tausend pro Monat.

Kevin: Zunächst lief euer Podcast ja nicht auf der Plattform Superlevel. Wie kam es zum Plattform und Namenswechsel?

Manu: Das stimmt, zu Beginn des Podcasts hieß dieser noch „Breakfast at Manuspielt‘s“ welcher auf meinem eigenen Blog lief. Da ich als Blogger über Spiele angefangen habe, bin ich dann zu Superlevel gekommen und habe für diese Plattform über Spiele geschrieben. Der Betreiber von Superlevel (Fabu) hatte mal einen (Gag-)Podcast mit 2 Folgen angefangen unter dem Namen Insert Moin in dem er Redakteure früh um 6 ohne Ihr Wissen angerufen hat um mit diesen schlaftrunken über Spiele zu reden. Da wir uns als Frühstückspodcast bezeichnet haben ergab es für uns Sinn hier auf eine Verknüpfung zu setzen. Die Bedingung war aber das wir den grandiosen Namen bekommen.

Kevin: Seht Ihr Spiele als Kunst?

Micha: Ich glaube Spiele können Kunst sein. Projekte wie von Tale of Tales (u.a. The Graveyard) gehen in Richtung Installationskunst und wollen das. Ebenso gibt es ein Spiel des Entwicklers Ice-Pick Lodge mit dem Namen „The Void“ welches sogar im Moskauer „Museum of Modern Arts“ ausgestellt wurde. Aber ich glaube nicht, dass Spiele per se Kunst sind. So wie es im Film Michael Bay und Art House gibt kann man da auch im Medium Videospiel unterscheiden. Spielen können Kunst sein, ganz nach dem Motto: „alles kann, nichts muss.“

Manu: Ich sehe das etwas anders. Jedes Spiel ist Kunst weil es ein künstlerisches Medium ist. Egal ob nun Call of Duty oder The Journey, für jedes Spiel denken sich Leute Dialoge aus. Oder man denke nur an die Musik. Das ist ein Künstlerischer Ausdruck und damit Kunst.

Kevin: Was denkt Ihr muss passieren, damit Spiele auch in der Mitte der Gesellschaft als Kunst gesehen werden?

Manu: Die Frage ist muss es das überhaupt? Spiele sind in der Mitte der Gesellschaft angekommen wenn man sieht, dass jeder spielt. Betrachtet man in der Straßenbahn wie viele Leute mit ihrem Handy spielen oder, dass man auf jeder Party eine Wii hinstellen kann und diese angenommen wird sind Spiele in der Gesellschaft angekommen. Meist wird die Frage aber aus der Sicht der Core-Gamer gestellt und das muss nicht in der Gesellschaft ankommen.

Micha: Sehe ich genauso. Ich denke auch nicht das Core-Gaming im Sinne von hochspielen und immer besser werden nicht ankommen wird. Es wird sich nicht jeder beispielsweise DotA2 runterladen nur weil es ein Core-Game ist. Dazu kommt das es eine Generationsfrage ist. Die Akzeptanz wird immer größer weil die Leute die mit Spielen aufgewachsen sind auch älter werden.

Kevin: Ihr nutzt wie viele andere Kreative die Plattform Patreon auf der Hörer euch monatlich mit Geld unterstützen können. Wie hilft euch diese Finanzierung?

Manu: Konkretes Beispiel: Ich habe die Unterkunft und die Fahrtkosten während der Gamescom so bezahlt. Ebenso werden Anschaffungen wie die Oculus oder ähnliche für uns damit bezahlt da wir diese Sachen für den Podcast nutzen. Kleine Redaktionen bekommen auch nicht immer Testmuster zu Spielen die man dann organisieren muss. Da ich Selbstständig bin kann ich so auch mehr Zeit für den Podcast freihalten.

Kevin: Was würdet Ihr jungen Menschen empfehlen die mit Ihrer eigenen Idee durchstarten wollen?

Manu: Sofort aufhören! Die machen uns ja sonst Konkurrenz (lacht).

Micha: Einfach machen. Sich nicht verkrampfen, dran bleiben und mit der Zeit das eigene Projekt besser kennen lernen und merken was funktioniert und was nicht. Wenn man das mit Leidenschaft macht wird es auch angenommen.

Kevin: Wie bewertet Ihr das Medium des „Let’s Play“ und den Erfolg den es feiert?

Manu: Im Grunde sehe ich es sehr positiv da es eine neue Ausdrucksform ist die sich mit dem Medium Videospiele beschäftigt und die auch neue Zielgruppen erschließt. Leider ist da aber auch viel Mist dabei, wobei das nicht mal schlimm ist. Jeder bekommt ja dann mit den Zuschauer Zahlen die Rückmeldung. Ich selbst spiele lieber Spiele als mir vorspielen zu lassen.

Micha: Eigentlich ist es ja eine Revolution weil jeder sein eigenes Zeug ins Netz laden kann und dann Rückmeldung bekommt. Ich selbst spiele auch lieber die Geschichten um diese richtig erleben zu können.

Kevin: Wie würdet Ihr Superlevel im Deutschen Spielejournalismus einordnen?

Manu: Schwierige Frage. Superlevel ist von den nicht professionellen Journalistischen Angeboten die erste Anlaufstelle in Deutschland geworden. Kann ich so sagen da ich ja selbst nur Autor dort bin (lacht).

Micha: Ich selbst bin ja nur über Insert Moin auf Superlevel, aber auch bevor ich dort reingestolpert bin fand ich, dass hier der Anspruch besteht aus den üblichen Blogs hervorzustechen. Das ist auf der Ebene auch gut gelungen. Im professionellen Bereich ist Superlevel aber im Vergleich noch sehr klein.

Manu: Trotzdem hat Superlevel seine Nische gefunden. Hier wurde schon früh sehr stark auf den Indie Sektor Bezug genommen und damit ein Alleinstellungsmerkmal gehabt.

Micha: Ebenso hat man hier keine klassischen Wertungen weil davon auch bewusst Abstand genommen werden soll. Es ist schon eine Gegenbewegung dazu. Hier auch eine kleine Anekdote von einem The Witcher Interview gestern. Wir haben einen Producer interviewt und dabei Fragen zum Spiel gestellt das ja aus Polen kommt und sehr viele Anlehnungen an Mythologie hat. Eher aus Gag haben wir dann gefragt was sonst so die üblichen Interview Fragen sind. Darauf sagt er so: „Ja, ob das Spiel nun 30 oder 60 FPS hat, wo sind die Unterschiede zwischen Xbox One und PS4, wann kommt es raus usw.“

Manu: Das ist wirklich schon traurig weil das Infos sind die man aus einem einfachen Datenblatt entnehmen kann und dafür wird Interview Zeit verschenkt. Viele Journalisten sind scheinbar in diesem Produktjournalismus gefangen der nicht mehr ist als eine Kaufberatung.

Micha: Man muss aber alternative Wege finden das Spiel zu besprechen indem man mehr Punkte hinter den Fakten anspricht. Das es ist, wie es ist liegt aber nicht daran das die Autoren dumm sind, es ist eher eine Kombination aus mäßiger Bezahlung und der Fließbandproduktion was dazu führt das man immer gleiche Floskeln liest. Bei Superlevel ist das anders weil die Leute das in ihrer Freizeit aus persönlichem Antrieb machen. Man merkt es auch weil Print aktuell ziemlich den Bach runter geht,  was mir für Magazine wie die GEE Leid tut weil es dort genau so versucht wurde umzusetzen. Auch Magazine wie die Edge versuchen von diesem Standard Pfad der Artikel wegzukommen. Im Endeffekt bleibt es aber dabei das Journalismus viel Geld kostet.

Kevin: Was müsste eurer Meinung nach Print tun um auch in der jungen Generation wieder besser anzukommen?

Manu: Die Chance ist vorbei. Print selbst ist ein sterbender Markt. Nicht nur im Spielejournalismus ist das so, auch Tageszeitungen schreien ja wegen ihrer sinkenden Auflage. Heute ist die Art der Informationsaufnahme sehr viel stärker im Netz vertreten. Hier sieht man einen Like, da bekommt man eine Empfehlung für einen Artikel und dann liest man den, aber man hält sich keine Stunde auf der entsprechenden Seite auf. Das Magazin an sich kommt noch aus einer Zeit als es diese alternativen Wege nicht gab und war eine Stütze. Heute bietet es keinen Mehrwert mehr. Die Informationen sind veraltet und die Heft-DVD’s sind wertlos. Wer das frühzeitig erkannt hat ist rechtzeitig ins Netz. Projekte wie Polygon werden mit richtig viel Geld unterstützt, haben auch online diesen Magazin Charakter und funktionieren.

Micha: Ich denke es wird sich in zwei Lager aufteilen. Einmal die Elitären Magazine die schon eine Kombination aus Buch und Magazin sind und nur alle 2-3 Monate erschienen dafür aber auch 15€ kosten und den richtigen Schund der nicht mehr ist als bedrucktes Toilettenpapier. Die Mitte wird allerdings großflächig komplett zusammenbrechen.

Manu: Da lässt sich auch gut die Entwicklung beobachten das Spiele immer mehr in den Feuilleton Bereich der Zeitungen Erwähnung finden. Wenn ich dann mal was über Spiele lesen will, selbst wenn ich nicht mit dem Gebiet vertraut bin erwarte ich, dass es im Kultur Bereich zu finden ist.

Kevin: Wie beurteilt Ihr die Entwicklung des Themas „Virtual Reality“ und würdet Ihr sagen, dass dies die Zukunft des Gaming ist?

Manu: Ich habe beide Systeme ausprobiert, sowohl die Oculus Rift als auch Sonys Project Morpheus und ich glaube nicht, dass es die Zukunft ist. Dafür ist es noch zu teuer und es wird die meisten Leute zu sehr beängstigen. In einer unserer Sonntagsfolgen (A.d.Red.: Le Brunch) haben wir mit der Professorin Linda Breitlauch darüber diskutiert und das wird den meisten einfach noch zu krass sein. Es gibt noch zu viele Stolpersteine: der Preis der am besten unter 300$ liegen sollte weil man sonst zur Konsole preislich noch eine Konsole kauft, es ist anstrengend für die Augen usw.

Micha: Dazu kommt der Umstand, dass man etwas auf dem Kopf haben muss um es genießen zu können. Es ist also ähnlich wie bei den 3D Brillen. Bestimmte Zielgruppen werden sich das holen und damit ihren Spaß haben, aber Massentauglich ist es nicht. Das wird erst besser wenn es Technologien gibt die das Bild so Projizieren können das du keine Brille brauchst sondern dich einfach in den Raum setzt und egal wo dein perfektes 3D siehst. Ähnlich wird es sich mit der Virtuellen Realität verhalten.

Manu: Wenn man beispielsweise ein Brillengestell hat welches das Bild auf die Netzhaut projiziert dann ist es besser. Die Technik muss und wird sich weiterentwickeln.

Kevin: Ich habe bei „The Division“ euren 120% Sticker neben all den Awards gesehen, was sagt ihr zu dem Spiel?

Manu: Ich habe mich schon lange auf das Spiel gefreut weil es mich direkt angesprochen hat. Ich spiele schon gerne mal einen Shooter dann aber bitte eher Taktisch. Dieses Spielprinzip in Kombination mit dem postapokaliptischen Sci-Fi Setting geht für mich voll auf. Ebenso begeistert mich, dass es keine künstlichen Grenzen gibt. Wenn man nicht weiter kommt liegt das daran das die eigene Ausrüstung noch nicht zu dem Grad der Verseuchung des kommenden Gebietes passt. Diese Tatsache lässt das Spiel die Immersion beibehalten und erinnert den Spieler nicht daran, dass es ja alles nur ein Spiel ist. Auch der Multiplayer scheint fließend in das Spiel überzugehen in dem man beim Erkunden zufällig auf andere Spieler trifft. Das dürfte spannend werden.

Micha: Eigentlich mag ich diese reaktionären Geschichten von Tom Clancy gar nicht. Bei The Division hat man aber schon fast einen Zombiefilm ohne Zombies bei dem Clancy nur als Marke dient um den potentiellen Käufern einen bekannten Namen zu bieten. Mich fasziniert das die Welt so glaubwürdig scheint. Die Entfernungen die man als Spieler zurücklegt und Größenverhältnisse scheinen zu passen. Ich war auch gebannt als der normale Taktik und Deckungs-Shooter plötzlich sein Skillsystem eröffnet hat das mich wirklich überrascht hat. Da vergibt man gerne 120%.

Kevin: Ich bedanke mich für das Interview und wünsche noch einen schönen Tag. 

 

Ich sehe auch meine Schwächen was die Audio Version eines Interviews angeht. Häufig bestätige Ich das gehörte unbewusst durch ein „mh“ was sich nicht sehr angenehm hört. Sollte ich noch einmal ein Interview machen dürfen werde ich das unterlassen.

アキラ

Gestern habe ich es endlich geschafft. Ich habe Akira gesehen.
Zunächst zum Film. Akira ist ein 1988 veröffentlichter Film der auf der Manga Vorlage von Katsuhiro Otomo beruht. Das Grundgerüst ist schnell erzählt. Nachdem Tokyo von einer gewaltigen Katastrophe zu großen Teilen zerstört wurde beginnt der dritte Weltkrieg. 31 Jahre nach dem Ende dieses Krieges im Jahr 2019 ist die Handlung im neu aufgebauten Neo-Tokyo angesiedelt. Dabei wird schnell klar das diese Stadt in einem miserablen Zustand ist. Rivalisierende Jugendliche Gangs liefern sich auf futuristischen Motorrädern Hetzjagden durch die Stadt, Studenten Protestieren in der Altstadt in Szenen die unwillkürlich an die Pariser Vororte erinnern. Das ganze ist wird düster gezeichnet und die Stimmung die in der Luft liegt zeugt von einer heruntergekommenen Stadt. Teilweise kommen mir Vergleiche mit einer Stadt wie Detroit in den Sinn. Einst eine große wichtige Metropole scheint diese jetzt in ihren letzten Atemzügen zu liegen. Und genau so wirkt dieses Neo-Tokyo auf mich.
Zur Geschichte mag ich gar nicht viel sagen. Generell gibt es auch gar nicht so viel zu sagen. Der Film lebt eher von der Stimmung, der rasanten Erzählweise und den tollen Zeichnungen. Und trotzdem zieht mich dieser Film nicht in seinen Bann. Die Optik überzeugt unter dem Gesichtspunkt der Veröffentlichung 1988 durchaus. Aber wenn ich bedenke wie häufig mir Akira unter der Bezeichnung „Meilenstein“ untergekommen ist so kann ich das nicht nachvollziehen.

Es ist schwer diesen Punkt in Wort zu fassen da es so viele Dinge zu bedenken gibt. Der Film hat eine Laufzeit von knapp zwei Stunden. Das ist schon eine gute Hausnummer, kann aber unmöglich die knapp 2000 Seiten des Manga zusammenpressen. Und genau dort verliert Akira für mich. Es werden die Probleme der Stadt gezeigt die eindeutig als Sozialkritik zu verstehen ist, aber diese werden einfach nicht Thematisiert. Wieso gehen den die Studenten auf die Straße und liefern sich blutige Kämpfe mit den Sicherheitskräften? Wieso versuchen die Revolutionäre den Umbruch zu erzwingen? All das sind Punkte die nicht geklärt werden und die den Film für mich ohne Motivation stehen lassen. Unter dem Gesichtspunkt der Tatsache das dieser Film älter ist als ich kommen hier noch viele Faktoren hinzu. Es waren Zeiten als der Kalte Krieg noch allzu gut in Erinnerung war, in einer Zeit als Macht alles bedeutete. All sind Faktoren die man dem Film und seiner Stimmung anmerkt, aber diese Stimmung kann ich nicht nachvollziehen. Ebenso ist das Medium des Manga und Anime für mich nichts neues. Ich weiß das es ernste, harte und gnadenlose Anime geben kann die eben nicht das Klischee des Kinderfilm erfüllen. Vor 26 Jahren war das in der westlichen Welt aber nicht so verbreitet. Hier hat Akira Brücken geschlagen und Pfade geebnet. Und aus exakt diesem Grund werde ich den Film noch ein zweites Mal schauen und mir die Manga Vorlage besorgen. Ich möchte der komplexen Geschichte einen Raum geben in dem es möglich ist mich zu packen und mir zu zeigen das sie nicht so oberflächlich ist wie es mir der Film vermittelt. Das in dieser Geschichte so viel mehr steckt als es zu sein scheint. Auch deshalb werde ich mir eine Wertung deshalb nicht abringen. Es wäre für mich einfach nicht richtig etwas zu werten von dem ich noch keinen richtigen Eindruck habe.

Trotz dessen kann ich den Film empfehlen um sich vor allem selbst ein Bild zu machen von den Klassikern der Anime Filme.

PS: Ich habe den Film auf Japanisch mit Deutschen Untertiteln gesehen.

God Bless America

I mean, why have a civilization anymore if we no longer are interested in being civilized?

Dieses Zitat trifft den Punkt des Filmes auf den ich mit diesem Beitrag eingehen möchte sehr gut. „God Bless America“ ist ein Film ohne Scham und Grenzen. Ein Film der einen Spiegel erhebt und den Zuschauer mit der Wahrheit konfrontiert. Trotz dessen glaube ich das der Film damit nicht die Zielgruppe findet für die eben dieser Spiegel nötig wäre.

„God Bless America“ beginnt mit Frank. Frank ist ein Durchschnittstyp mit einem durchschnittlichen Job, einer durchschnittlichen Wohnung und einem durchschnittlichen Auto. Von der ersten Minute merkt der Zuschauer das Frank zu mehr bestimmt ist. Er ist ein reflektierter Mann der Wert auf Umgangsformen, Anstand, Respekt, Würde und Toleranz legt. Werte die in den meisten westlichen Gesellschaften immer mehr in Vergessenheit geraten. Werte die von der neuen Generation nicht geschätzt werden weil Klicks mehr zählen als Worte, weil Schlagzeilen besser ankommen als Fakten, weil das Werfen eines frisch Entfernten Tampons mehr Leute vor den Fernseher zieht als hochwertig aufbereitete Informationen. Und mit dieser Gesellschaft hat Frank ein Problem. Ich werde bewusst nicht weiter auf die Wendungen der Geschichte eingehen, kann aber verraten das Frank zusammen mit der jungen Roxy, in der er eine Gleichgesinnte findet, auf einem blutigen Trip durch die Vereinigten Staaten eine Botschaft hinterlässt. Eine Botschaft die von der skizzierten Gesellschaft die vom Ausbeuten von Personen zehrt wohl nicht verstanden werden wird. 

„God Bless America“ ist kein Film für einen lauen Nachmittag. Dieser Film will erreichen das man über den Inhalt und die Idee des Gezeigten nachdenkt. Dabei wird dem geneigten Betrachter sicher bewusst das diese Gesellschaft eben nicht nur in den Staaten existiert. Auch in einer deutlich Amerikanisch ausgerichteten Gesellschaft wie der Deutschen macht sich diese Entwicklung bemerkbar. Wie sonst ist zu erklären das Sendungen wie „X-Diarys“, „Schwer verliebt“, „Familien im Brennpunkt“ oder auch „Bauer sucht Frau“ volle Erfolge sind? Die gemeine Zuschauerschaft fordert Sendungen in denen Menschen dargestellt werden denen es schlecht geht und die am besten am Boden sind. Alles mit dem Zweck das sich der Betrachter besser fühlt. Das man das Gefühl bekommt, das eigene Leben ist ja doch ganz gut. Als wäre es nicht möglich dies selbst zu erkennen. Diese Gesellschaft braucht ständig Bestätigungen die aufzeigen, dass alles doch gar nicht so schlimm ist. Vielleicht bildet das ja auch den Konter zu der stetigen Flut schlechter Nachrichten. Autounfall hier, Bombenanschlag dort, Flutwelle in Bangladesch und generell steht das nächste Krisengebiet auf der Kippe. Unter all diesen vermeintlichen Weltuntergängen suchen die Menschen nach Halt, nach einem Strohhalm der aufzeigt wie klein doch die eigenen Probleme sind. Genau an diesem Punkt geht die Entwicklung in die falsche Richtung. Es muss aufhören als Kollektiv über Menschen zu lachen die offensichtlich ausgenutzt werden. Es muss aufhören Nachrichten zu schauen in denen aus einem winzigen Ereignis über das fast nichts bekannt ist auf Gedeih und Verderb eine Sondersendung gezimmert wird. Es sollte sich besonnen werden auf die Dinge die wichtig sind und die zur Reflektion von Aussagen und Meinungen beitragen. Eine Eigenschaft die immer seltener wird. Es wird zu wenig nachgedacht. Hier bietet sich ein kleiner Selbsttest an. Wann wurde das letzte mal durchgehend über einen langen Zeitraum über eine Sache nachgedacht? Es ist selten das man heutzutage über Probleme einmal eine Stunde durchgängig grübelt ohne abzuschweifen. Die Gesellschaft hat die Fähigkeit zu fokussieren und zu philosophieren verloren.

Das ist eine Entwicklung die zu bedauern ist.

Fazit:

  • Qualität der Blu-Ray ist Top
  • Soundtrack ist Spitze
  • Handlung fesselt bis zum Schluss
  • Szenen sind durchaus explizit
  • Film regt zum Nachdenken an

God Bless America: 9/10

Video ist quasi kein Spoiler da die Szene sehr zu Beginn des Films läuft.

[youtube https://www.youtube.com/watch?v=52EnTtGstKg&w=420&h=315]

Der Pavillon im Regen

Gestern Abend habe ich mir den aktuellen Film von Makoto Shinkai angesehen. Seit ich den Film „5 Centimeters Per Second“ von ihm sah bin ich begeistert gewesen. In diesem Film wird die Stimmung so Intensiv das ich noch lange nach ende des Filmes über diesen nachdachte. Das Erlebnis wird umso intensiver da der Film mit seinen 60 Minuten sehr kurz ist und eigentlich nicht wirklich viel passiert. Doch diese ständige Stimmung des ungesagten ist so bedrückend und spürbar das sie mir den Atem raubte. Es sind Gedanken die jeder kennt, die jeder versteht. Es geht um das ungesagt und um die Enttäuschungen die einem das Leben entgegen schleudert. Und um das Wachsen, das Lernen das auf diese Enttäuschungen folgt. Das Überwinden und zu neuer Größe kommen. All dies macht den Film für mich so besonders.

Daraufhin hatte ich Shinkai im Auge. So sah ich als nächstes „Children who chase lost voices“. Ein Film der noch dramatischere Problematiken des Lebens aufgreift. Es geht um Verlust und Trauer. Um den tiefen Schmerz der einen nicht los lassen lässt. Ein so großes Verlangen die bessere Zeit zurück zu bringen das man sich selbst verliert. Ein nicht weniger beeindruckender Film. Doch trotz dessen hat er mir nicht so sehr gefallen wie 5cm. Shinkai probiert sich hier an einer schnelleren und actionreicheren Erzählweise. Dies fiel für mich negativ auf da ich die ruhige Atmosphäre von 5cm deutlich drückender empfand.

Mit der Erinnerung an beide Filme im Gedächtnis schaute ich gestern dann „The Garden of Words“. Ohne große Umschweife kann ich nur sagen wie begeistert ich bin. Dieser Film wirkt eher wie ein Kurzfilm. Mit einer Dauer von 46 Minuten ist er erstaunlich kurz und komprimiert. Erneut sind es Themen die jeden betreffen. Erwachsen werden und lernen, Ziele und Träume verfolgen und mit den Schwierigkeiten des Lebens fertig werden. Kurz zum Plot:

Hauptperson ist der Oberschüler Takao der davon träumt Schuhmacher zu werden. Immer wenn es regnet schwänzt er die erste Stunde und begibt sich in den nahe gelegenen Park um Skizzen von Schuhen anzufertigen. Dabei trifft er auf Frau Yukino. Im verlauf des Filmes treffen die beiden sich dort immer wieder und eine Verbindung entsteht.

Die Handlung wird wieder in der ruhigen Erzählweise vermittelt wobei fast durchgängig im Hintergrund das leise Rauschen des Regens zu vernehmen ist. Besonders hervorzuheben ist auch erneut die Qualität der Zeichnungen. Ich bin immer wieder erstaunt wie detailliert die Schauplätze in Anime aussehen können. Der Stil ist über jeden Zweifel erhaben. Für Shinkai Fans ist The Garden of Words somit unbedingt zu empfehlen. Auch für „Neueinsteiger“ kann ich eine bedenkenlose Empfehlung aussprechen. Dieser Film zeigt erneut das Anime kein Genre für Kinder ist und durchaus anspruchsvoll sein kann.

The Garden of Words: 9,5/10